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  • Sicher durch den Kita-Alltag: Arbeitssicherheit, die wirkt!

    Sicher durch den Kita-Alltag: Arbeitssicherheit, die wirkt!

    Ein sicherer Kita-Alltag ist kein Zufall – mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du nicht nur Unfälle vermeiden, sondern auch deine Gesundheit und die deines Teams langfristig schützen. nicht nur Unfälle vermeiden, sondern auch deine Gesundheit und die deines Teams langfristig schützen.

    Hinweis

    Zusammenfassung:

    In diesem Artikel haben wir uns mit dem Thema Arbeitssicherheit in Kitas beschäftigt. Wichtige Punkte gibt es viele. Einige sind:

    • Stolperfallen vermeiden durch Ordnung und Pflege der Räume.
    • Richtiges Heben und ergonomische Möbel zur Rückenschonung.
    • Hygiene und Prävention, um gesund zu bleiben.
    • Psychische Belastungen reduzieren, etwa durch Lärmschutz und Pausen.
    • Notfallmanagement, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

    Mach jetzt den ersten Schritt: Plane euer nächstes Sicherheits-Check-up und bring frischen Wind in die Arbeitssicherheit!

    Arbeitssicherheit klingt oft wie ein trockenes Thema

    Stell dir vor, du bist mitten in der Frühstücksrunde, das Telefon klingelt, du musst mal wieder drei Dinge auf einmal tun und rums… stolperst du über die hochstehende Ecke am Teppich – ein typischer Vormittag in der Kita. Aber mal ehrlich: Arbeitssicherheit klingt oft wie ein trockenes Thema, ist aber in unserem Arbeitsalltag absolut entscheidend. Denn was nützen die besten pädagogischen Konzepte, wenn wir uns dabei regelmäßig in Gefahr begeben? Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir mit ein paar einfachen Tricks die Kita nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns selbst zu einem sicheren Ort machen können.

    🔍 Die Kunst des achtsamen Beobachtens

    Warum Arbeitssicherheit in Kitas wichtig ist

    Kitas sind lebendige Orte voller Bewegung – und genau das macht sie auch zu einem Ort mit vielen potenziellen Gefahrenquellen. Rutschige Böden, Ecken und Kanten, schweres Heben und sogar Infektionskrankheiten gehören zu den Risiken, denen pädagogische Fachkräfte täglich ausgesetzt sind. Eine gute Arbeitssicherheit schützt dich nicht nur vor Verletzungen, sondern sorgt auch dafür, dass du langfristig gesund bleibst.

    Die Fakten: 

    • Laut Unfallstatistik der Berufsgenossenschaft kommen Verletzungen durch Stolpern, Rutschen und Stürzen in Kitas besonders häufig vor.
    • Auch psychische Belastungen durch Lärm und Zeitdruck sind ein wichtiges Thema, das oft übersehen wird.

    Gefahren erkennen und vorbeugen

    1. Sicherer Boden unter den Füßen
      • Rutschgefahr minimieren: Feuchte Böden nach dem Essen oder im Eingangsbereich sind besonders tückisch. Ein „Vorsicht Rutschgefahr“-Schild mag wie ein Klischee wirken, aber es ist wirksam!
      • Kabel und Spielzeug als Stolperfallen vermeiden: Schaffe feste Plätze für alles, was schnell zur Stolperfalle werden kann. Ordnung ist hier das halbe Leben – und deine Gesundheit dankt es dir.
    1. Richtiges Heben und Tragen
      • Kinder wiegen oft mehr, als man denkt! Trainiere bewusst deine Hebetechnik: Gehe in die Knie, halte den Rücken gerade und hebe aus den Beinen, nicht aus dem Kreuz.
      • Ergonomische Möbel wie höhenverstellbare Wickeltische können Wunder wirken und deinen Rücken langfristig entlasten.
    1. Gesund bleiben: Hygiene ist alles
      • In der Kita dreht sich nicht nur das Karussell, sondern auch der Keim-Kreislauf. Händewaschen und Desinfizieren sind das A und O, um dich vor ansteckenden Krankheiten zu schützen.
      • Trage bei Bedarf Handschuhe, vor allem bei der Versorgung kleiner Verletzungen oder beim Wickeln.

    Psychische Gesundheit: Der oft übersehene Faktor

    Die größten Gefahren in der Kita sind nicht immer sichtbar. Lärmpegel, Multitasking und hohe Erwartungen können auf Dauer an die Substanz gehen.

    Tipps für die mentale Sicherheit:

    • Plane feste Pausenzeiten ein – auch wenn es schwerfällt. Eine kurze Auszeit hilft, wieder klar zu denken.
    • Sprich mit deinem Team über Herausforderungen. Ein offenes Ohr im Kollegium macht vieles leichter.
    • Lärmmindernde Maßnahmen wie Teppiche oder Filzgleiter können Wunder wirken.

    Verantwortung teilen: Teamarbeit ist der Schlüssel

    Arbeitssicherheit ist keine One-Woman- oder One-Man-Show. Sprich regelmäßig im Team über Gefahren und Maßnahmen. Auch Kinder können einbezogen werden: Bringe ihnen spielerisch bei, wie wichtig es ist, Spielzeug nach dem Spielen wegzuräumen oder mit Scheren vorsichtig umzugehen.

    Wichtige Fragen für das Teammeeting sind z.B.: 

    • Haben wir eine klare Aufgabenteilung für Sicherheit und Hygiene?
    • Wann haben wir zuletzt eine Begehung gemacht, um mögliche Risiken zu identifizieren?
    • Wer ist für den Erste-Hilfe-Kasten verantwortlich?

    Notfälle managen: Vorbereitung ist alles

    Niemand denkt gerne an den Ernstfall, aber ein gutes Sicherheitskonzept umfasst auch klare Abläufe für Notfälle.

    • Erste-Hilfe-Kurse: Wiederhole deine Kenntnisse regelmäßig, damit du im Notfall sicher reagieren kannst.
    • Feuerwehrübung: Führt mindestens einmal im Jahr eine Evakuierungsübung durch. Das gibt allen ein gutes Gefühl der Vorbereitung.
    • Notrufnummern: Hänge sie gut sichtbar auf – nicht nur für das Team, sondern auch für Eltern.

    Fazit: Sicherheit ist Teamwork

    Arbeitssicherheit in der Kita klingt vielleicht nicht nach dem spannendsten Thema, aber sie ist die Basis dafür, dass du deinen Beruf mit Freude und Energie ausüben kannst. Mit ein paar simplen Maßnahmen – von sicherem Heben bis hin zu einem aufgeräumten Raum – kannst du nicht nur Verletzungen vermeiden, sondern auch dein Wohlbefinden und das deines Teams verbessern.

    Also: Schnapp dir dein Team, geht mit offenen Augen durch die Kita, und macht eure Einrichtung zu einem sicheren Ort für Groß und Klein. Denn ein sicherer Arbeitsplatz bedeutet mehr Energie für das, was wirklich zählt – die Arbeit mit den Kindern!

  • Die Ressourcensonne: Elterngespräche ansprechend gestalten

    Die Ressourcensonne: Elterngespräche ansprechend gestalten

    Die Ressourcensonne: Elterngespräche ansprechend gestalten

    Die Ressourcensonne: Elterngespräche ansprechend gestalten

    Die Ressourcensonne ist eine Methode, die in Entwicklungsgesprächen in Kitas eingesetzt wird, um die Stärken und Entwicklungspotenziale eines Kindes gemeinsam mit den Eltern und pädagogischen Fachkräften zu reflektieren. Dabei steht der gelbe Kreis in der Mitte symbolisch für das Kind. Der Kreis enthält das Foto und/oder den Namen des Kindes.

    Ablauf der Methode:

    1. Platzierung des gelben Kreises:
      • Der gelbe Kreis wird in die Mitte des Tisches oder auf ein Plakat gelegt. Dies symbolisiert das Kind und stehst im Mittelpunkt des Gesprächs.
    2. Beschreiben der Stärken und Fähigkeiten:
      • Eltern und pädagogische Fachkräfte legen nacheinander oder abwechselnd gelbe (oder andersfarbige) Streifen um den Kreis herum. Jeder Streifen steht für eine positive Eigenschaft oder Fähigkeit des Kindes.
      • Die Streifen können bereits vor dem Gespräch vorbereitet sein oder während des Gesprächs spontan beschrieben und hinzugefügt werden.
    3. Zukunftsorientierte Entwicklungsschritte:
      • Auf andersfarbigen Streifen werden etwa zwei Entwicklungsschritte notiert, die das Kind als Nächstes machen sollte. Diese Streifen konzentrieren sich auf Bereiche, in denen das Kind noch Unterstützung benötigt.
      • Gemeinsam wird besprochen, wie das Kind diese Entwicklungsschritte mit Hilfe der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte erreichen kann.
    4. Festhalten der Ergebnisse:
      • Nachdem die Stärken und Entwicklungsschritte besprochen wurden, wird die „Sonne“ aus den Streifen um den gelben Kreis entweder auf einem Plakat oder einer anderen Unterlage festgehalten.
      • Die „Sonne“ wird den Eltern als Original oder in Form einer Kopie übergeben. Sie kann bei einem späteren Gespräch wieder herausgenommen und weitergeführt werden.
    Nutzen der Ressourcensonne:

    Die Methode fördert einen ressourcenorientierten Blick auf das Kind, indem sie die positiven Eigenschaften in den Vordergrund stellt. Gleichzeitig bietet sie eine klare Struktur, um zukünftige Entwicklungsschritte festzuhalten und gemeinsam zu überlegen, wie diese unterstützt werden können. Eltern und Fachkräfte arbeiten eng zusammen, um das Kind in seiner Entwicklung zu begleiten.

    Material für die Ressourcensonne:
    • z.B, Gelbe/orangene Pappe: Dient als Grundlage für den gelben Kreis in der Mitte der Sonne.
    • Foto des Kindes
    • Gelbe Streifen: Auf diesen Streifen werden die positiven Eigenschaften und Fähigkeiten des Kindes notiert.
    • Andersfarbige Streifen: Diese Streifen stehen für die nächsten Entwicklungsschritte, die das Kind machen soll. Sie können z.B. grün oder eine andere Farbe haben.
    • Klebe: Zum Befestigen der Streifen und des Kreises auf einem Plakat oder Papier, sodass die Ressourcensonne später mitgenommen oder archiviert werden kann.
    • Stifte: Zum Beschriften der Streifen mit den Stärken und den nächsten Entwicklungsschritten.

    Optional kann auch dickes Papier oder ein Plakat verwendet werden, um die Sonne und die Streifen darauf dauerhaft festzuhalten.

    Vorbereitung: Einladung zum Entwicklungsgespräch

    Zur optimalen Vorbereitung auf das interaktive Entwicklungsgespräch, in dem die Ressourcensonne als Methode genutzt wird, empfehlen wir, den Eltern eine offizielle Einladung zum Gespräch vorab auszuhändigen. Diese Einladung enthält nicht nur die Details zum Termin, sondern gibt den Eltern auch die Möglichkeit, sich gezielt auf das Gespräch vorzubereiten. In diesem Rahmen können den Eltern auch bereits die Streifen für die Ressourcensonne mitgegeben werden.

    Die Eltern werden gebeten, die Streifen anhand der in der Einladung gestellten Fragen auszufüllen. Diese Fragen unterstützen sie dabei, die Stärken und Fähigkeiten ihres Kindes zu reflektieren. Im Gespräch selbst werden die Streifen von den Eltern und den pädagogischen Fachkräften gemeinsam auf der Ressourcensonne platziert. Dies ermöglicht einen wertschätzenden und offenen Austausch über die Entwicklung des Kindes.

    Die Einladung dient als Grundlage, um das Gespräch gut vorzubereiten und schon vorab in Ruhe über die Entwicklungsschritte nachzudenken.

    Elterngespräch Einladung.
    Zum Download?!

    Zur Vorbereitung für Eltern und Entwicklungsgespräche gibt es einen weiteren Blogartikel: Elterngespräche vorbereiten und gestalten.

    Wie führt man Entwicklungsgespräche in der Kita?
    Entwicklungsgespräche sind ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der Kita und bieten eine wertvolle Gelegenheit, mit den Eltern über die Entwicklung ihres Kindes zu sprechen. Sie dienen dem Austausch über die Fortschritte, Stärken und möglichen Entwicklungsfelder des Kindes. Um solche Gespräche erfolgreich zu führen, sollten bestimmte Schritte und Prinzipien beachtet werden:
    1. Vorbereitung
      Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Sowohl die Fachkraft als auch die Eltern sollten sich auf das Gespräch vorbereiten. Als pädagogische Fachkraft:
      • Beobachte das Kind im Vorfeld in verschiedenen Situationen (beim Spielen, in sozialen Interaktionen, beim Lernen).
      • Sammeln der Beobachtungsprotokolle, Entwicklungsdokumentationen, Portfolio-Einträge oder andere Unterlagen, die die Entwicklung des Kindes belegen.
      • Lade die Eltern rechtzeitig ein und gebe ihnen die Möglichkeit, sich ebenfalls Gedanken über die Entwicklung ihres Kindes zu machen (z.B. mit einem Fragebogen oder gezielten Fragen wie „Was beobachten Sie zu Hause?“, „Wo sehen Sie besondere Stärken Ihres Kindes?“).
    2. Struktur des Gesprächs Ein gut strukturiertes Gespräch sorgt für Klarheit und Effizienz. Es empfiehlt sich, das Gespräch in drei Phasen zu gliedern:
      • Einstieg (Begrüßung und Zielklärung): Beginne das Gespräch mit einer offenen und wertschätzenden Begrüßung. Erläutere kurz den Ablauf und das Ziel des Gesprächs – ein gemeinsamer Austausch über die Entwicklung des Kindes.
      “Schön, dass Sie sich Zeit genommen haben. Wir treffen uns heute, um über die Entwicklung von (KIND) zu sprechen. Dafür haben wir 1 Stunde Zeit.”
      • Hauptteil (Besprechung der Entwicklung): Nutze Dokumentationen, Beobachtungen und konkrete Beispiele, um die Entwicklung des Kindes zu beschreiben. Arbeite dabei stets ressourcenorientiert: Betone Stärken und Fähigkeiten. Bespreche gemeinsam auch Entwicklungsfelder, aber in einer positiven, lösungsorientierten Weise.
      • Abschluss (Zusammenfassung und Ausblick): Fasse die wichtigsten Punkte des Gesprächs zusammen und bespreche mögliche nächste Schritte. Es ist wichtig, einen positiven Abschluss zu finden und den Eltern das Gefühl zu geben, dass sie und ihr Kind gut begleitet werden.
      WICHTIG: Du bist ZeitwächterIn. Nach 30min kannst du sagen:
      “Frau Müller, wir haben jetzt noch 30 Minuten Zeit. Ich möchte mit Ihnen gerne auch noch über XY sprechen”.
    3. Ressourcenorientierung Das Gespräch sollte den Fokus auf die Stärken des Kindes legen. Die ressourcenorientierte Sichtweise betont, was das Kind schon kann und in welchen Bereichen es sich gut entwickelt. Das gibt den Eltern ein positives Gefühl und schafft Vertrauen. Auch bei der Besprechung von Entwicklungsfeldern oder Herausforderungen sollte immer betont werden, wie das Kind mit Unterstützung von Eltern und Fachkräften Fortschritte machen kann.
    4. Offene Kommunikation Es ist wichtig, dass die Kommunikation wertschätzend und transparent ist. Gib den Eltern genügend Raum, ihre Sichtweisen und Beobachtungen einzubringen. Stelle offene Fragen wie „Wie erleben Sie Ihr Kind zu Hause?“ oder „Gibt es etwas, was Ihnen besonders aufgefallen ist?“ Höre aufmerksam zu und nimm die Beobachtungen der Eltern ernst. Ein offener Dialog auf Augenhöhe stärkt das Vertrauensverhältnis.
    5. Positives Feedback und konkrete Beispiele Nenne immer konkrete Beispiele, wenn du über die Entwicklung des Kindes sprichst und fordere diese auch von den Eltern ein. “Woran merken Sie das?” oder “Haben Sie ein Beispiel?” . Pauschale Aussagen wie „Ihr Kind spielt gerne“ wirken wenig aussagekräftig. Besser: „Ihr Kind spielt gerne im Außengelände, dabei zeigt es viel Kreativität, wenn es mit anderen Kindern gemeinsam Rollenspiele gestaltet.“ Konkrete Beobachtungen machen die Entwicklung des Kindes für die Eltern nachvollziehbar und greifbar.
    6. Entwicklungsfelder konstruktiv ansprechen Auch wenn es Herausforderungen oder Entwicklungsfelder gibt, sollten diese in einer lösungsorientierten und unterstützenden Art und Weise angesprochen werden. Nutze hierfür Formulierungen wie „Ein Bereich, in dem wir Ihr Kind noch weiter unterstützen können, ist…“ oder „Es wäre hilfreich, wenn wir gemeinsam daran arbeiten könnten, dass…“. Besprich, wie das Kind diese Schritte mit der Unterstützung der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte erreichen kann.
    7. Ziele und Vereinbarungen formulieren Entwicklungsgespräche sollten nicht nur der Reflexion dienen, sondern auch dazu, konkrete Ziele für die zukünftige Entwicklung des Kindes zu setzen. Diese können gemeinsam mit den Eltern formuliert werden. Zum Beispiel: „In den nächsten Monaten möchten wir besonders darauf achten, dass [Name des Kindes] mehr Selbstvertrauen im Umgang mit anderen Kindern gewinnt.“ Schreibe die Ziele auf und vereinbare, wie diese gemeinsam erreicht werden können.
    8. Vertraulichkeit und Respekt Alles, was im Gespräch besprochen wird, bleibt vertraulich. Es ist wichtig, dass Eltern das Gefühl haben, dass ihre Aussagen ernst genommen werden und sie in einem geschützten Rahmen sprechen können. Sei immer respektvoll, auch wenn es um schwierige Themen geht.
    9. Offene Tür für Rückfragen Gib den Eltern die Möglichkeit, auch nach dem Gespräch Fragen zu stellen. Manchmal kommen nach dem Gespräch noch Unsicherheiten oder Anliegen auf, die die Eltern in Ruhe besprechen möchten. Signalisiere, dass ihr als Kita jederzeit für Rückfragen zur Verfügung steht.
    10. Dokumentation Es ist sinnvoll, die Inhalte und Ergebnisse des Entwicklungsgesprächs schriftlich festzuhalten. Dies kann in Form eines Protokolls oder einer Entwicklungsdokumentation erfolgen. Ein solches Dokument sollte den Eltern auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden und als Grundlage für künftige Gespräche dienen.

    Fazit

    Entwicklungsgespräche sind eine wertvolle Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften zu stärken. Sie bieten Raum für Reflexion, Austausch und das gemeinsame Erarbeiten von Entwicklungszielen für das Kind. Eine wertschätzende und offene Kommunikation, gepaart mit einer strukturierten und ressourcenorientierten Herangehensweise, schafft Vertrauen und gibt den Eltern Sicherheit, dass ihr Kind bestmöglich gefördert wird.

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  • Launisches Kind

    Launisches Kind

    Launisches Kind

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    Der Beginn der Eingewöhnung ist super, aber dann…

    Hast du es auch schon öfter erlebt, dass die Eingewöhnung zunächst super anläuft?

    • der Kontakt zur Mutter ist vertrauensvoll
    • das Kind, nennen wir es Leonie, offen und spielfreudig
    • die ersten Trennungsmomente verlaufen völlig problemlos, Leonie hat fröhlich weiter gespielt während die Mama kurz raus ging;


    Und dann nimmt nach einigen Tagen oder 1 bis 2 Wochen die Eingewöhnung einen völlig unerwarteten Verlauf:

    • Leonie weint deutlich, wenn die Mama gehen will
    • Sie will nicht mehr spielen
    • Sie will von dir, der neuen Bezugsperson, nicht berührt oder getröstet werden
    • Sie lässt sich nicht ablenken oder dauerhaft beruhigen
    • Erst wenn die Mutter kommt, beruhigt sie sich wieder
    • In Gegenwart der Mutter spielt sie wieder, als ob nichts gewesen wäre


    Die Entwicklung geht dann meistens dahin, dass Leonie schon morgens zuhause Anzeichen macht, dass sie nicht in die neue Einrichtung gehen will.  Sie macht “Theater” wie die Mutter berichtet, das heißt, sie will sich nicht anziehen und auf den Arm genommen werden. In der Einrichtung hält sie sich an der Mama fest und will nicht mit den anderen Kindern spielen. 

    Was ist passiert?

    Die Erwachsenen können sich dieses Verhalten meist nicht erklären und erleben die deutliche plötzliche Veränderung als sprunghaft, impulsiv oder sogar launisch. 

    Es kommt auch Frust auf oder sogar Ärger über das Kind, weil doch alles auf so einem guten Weg war, alle Erwachsenen ja konstant bemüht sind und trotzdem das Kind einen Rückschritt zu machen scheint. 

    Diese Situation verleitet dazu, das Verhalten des Kindes als “Laune”, “Faxen” oder “Theater” abzutun, da die Trennung ja bereits möglich war. Im schlimmsten Fall hält man das Kind für einen kleinen Tyrannen, der die Erwachsenen einfach nur schikanieren will. 

    Es kann passieren, dass nun Druck ausgeübt wird, dem Kind dieses nicht “durchgehen zu lassen” und gewaltsam der anfänglichen Status wieder herzustellen. 

    VORSICHT! 

    Bei eindeutigen Bindungssignalen bis hin zum richtigen Weinen sollte gewaltsame Trennung mit Durchhalteparolen niemals die Strategie sein! 

    Wie können wir also diese Situation besser einordnen, verstehen und vor allem: Wie sollen wir handeln? 

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    Die Entwicklung des Kindes und die Situation der Eingewöhnung

    Bei Kindern ist es immer wichtig, die altersgemäße Entwicklung mit einzubeziehen. Leonie ist vielleicht 1 bis 2 Jahre alt. 

    Sie hat also gerade erst eine spezifische Bindung zu ihrer Hauptbindungsperson, ihrer Mama, aufgebaut und ist gleichzeitig noch sehr auf Fürsorge angewiesen. Sie hat das erste Lebensjahr fast ausschließlich mit ihrer Mama verbracht und kennt noch kaum Situationen ohne deren Begleitung. 

    Es ist also adäquat, dass sie die Trennung von der Mutter nicht einfach so akzeptiert, sondern zeigt, dass sie ihren Schutz braucht. Es ist also entscheidend für die weitere Entwicklung, dass auf diese Verunsicherung des Kindes Rücksicht genommen wird, bis sie sich wirklich wohl fühlt in der neuen Situation. 

    Doch damit ist immer noch nicht der Widerspruch geklärt, dass es doch am Anfang keinen Protest gab… 

    Autonomie und Bindung in der Eingewöhnung

    Nehmen wir noch den besonderen Blick der Bindungstheorie ein. Es zeigt sich am Anfang kein Bindungsbedürfnis, sondern ein hohes Maß an Erkundungsverhalten. Dann tritt plötzlich ein starkes Bindungsverhalten auf, indem die Nähe zur vertrauten Bindungspersonen, also der Mutter, eingefordert wird. 

    3 Möglichkeiten

    1. Die Bindung zur Mutter ist sicher, das Kind fühlt sich zunächst in ihrer Gegenwart sehr wohl, exploriert gerne und kann kürzere Zeiten ohne Präsenz der Mutter überbrücken. Die Bindung zur neuen Bezugsperson, der Erzieherin, wurde noch nicht stark genug aufgebaut, so dass bei längeren Trennungszeiten, in denen ein Bedürfnis nach Nähe auftaucht, die Erzieherin noch nicht als sicherer Hafen genutzt werden kann. Die Ablehnung der Erzieherin, die Trost spenden will und die Beruhigung mit der Mutter, spricht dafür. 

    2. Die Bindung zur Bindungsperson, der Mutter, ist bereits unsicher, so dass längere Trennungsphasen überfordern. Dann müsste allerdings die Mutter Probleme haben, das Kind zu beruhigen(unsicher ambivalent) oder das Kind würde gar kein Bindungsverhalten zeigen (unsicher vermeidend).

    3.
    Anzeichen für eine desorganisierte Bindung oder Trauma liegen hier nicht vor.

    Unterscheidung von gesundem Bindungsverhalten, unsicherem Bindungsverhalten und anderen Faktoren

    1. Wie bereits aufgezeigt, kann eine sichere Bindung so stabil sein, dass ein Kind, auch in einer fremden Umgebung für kurze Zeiträume, in denen es sich wohl fühlt, die Abwesenheit der Mutter aushalten kann. Das klappt besonders gut, wenn die Mutter selber sehr entspannt ist. 

    Erst in einer Situation, in der das Kind sich unwohl oder unsicher fühlt und Nähe braucht, z. B, weil es müde wird, zeigt sich, ob die neue Bezugsperson für Schutz und Trost genutzt werden kann. Es hat also am Anfang nur den Eindruck gemacht, dass das Kind mit der Trennung kein Problem hat, aber in Wirklichkeit hat noch kein neuer Bindungsaufbau stattgefunden. 

    2. Wie schon erwähnt, können auch unsichere Bindungsstile eine Rolle spielen, allerdings sind die typischen Kriterien dafür in unserem Beispiel nicht erfüllt. 

    3. Es können Faktoren ausschlaggebend sein, die nicht bewusst sind und zu dem Verhalten führen. Dazu zählt alles, was das Kind im Verlauf der Eingewöhnung zusätzlich verunsichert und so die Anhänglichkeit auslöst. 

    Beispiele wären, negative Erlebnisse in der Einrichtung, z. B. weil ein anderes Spielsachen weg genommen hat; oder Ereignisse im Umfeld wie ein Umzug oder der Tod eines Haustieres; Nicht zuletzt können es auch körperliche Beschwerden sein, z. B. Wenn das Kind einen Infekt ausbrütet. 

    Wir dürfen uns immer wieder bewusst machen, dass kleine Kinder grundsätzlich nicht weinen oder klammern, weil sie launisch oder frech sind oder uns ärgern wollen – sie haben ihre Gründe für ihr Bedürfnis nach Nähe und Schutz und sollten damit ernst genommen werden. Manchmal haben wir Erwachsenen nicht den Einblick in die Welt des Kindes, um zu verstehen, was gerade der Grund für das Verhalten ist. Deshalb dürfen wir ihm dennoch nicht verwehren, auf seine Signale angemessen zu reagieren. 

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  • Pride Month und Demokratiebildung: Ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt

    Pride Month und Demokratiebildung:
    Ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt

    Jedes Jahr im Juni wird der Pride Month gefeiert, ein Monat, der ganz im Zeichen der LGBTIQ-Community steht. In diesem Monat wird durch Partys, Paraden und Protestaktionen auf die Rechte und Themen von Homo-, Bi- und Transsexuellen sowie anderen queeren Identitäten aufmerksam gemacht.

    Diese Feierlichkeiten sind nicht nur ein Ausdruck der Freude und des Stolzes über die Vielfalt der sexuellen Identitäten, sondern dienen auch dazu, auf die immer noch bestehenden Ungerechtigkeiten und Probleme hinzuweisen.

    Was bedeutet LGBTIQ?

    Die Abkürzung LGBTIQ steht für Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender, Intersex und Queers. Häufig wird die Abkürzung durch ein Sternchen (*) oder ein Pluszeichen (+) ergänzt, um weitere nicht explizit benannte Identitäten einzuschließen. Diese Begriffe umfassen eine breite Palette sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten, die oft von der heteronormativen und binären Geschlechterordnung abweichen.

    Die Ursprünge des Pride Monthns

    Der Grund, warum der Pride Month jedes Jahr im Juni stattfindet, liegt in historischen Ereignissen, die sich im Juni 1969 ereigneten. Am 28. Juni 1969 kam es zu einem Aufstand in der Schwulenbar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street in New York, der als Meilenstein der LGBTIQ-Bewegung gilt.

    Damals wurden Homosexuelle oft von der Gesellschaft ausgegrenzt und von der Polizei schikaniert. In der Nacht des 28. Juni führte die Polizei wieder einmal eine Razzia im Stonewall Inn durch, eine häufige Praxis zu dieser Zeit. Die Situation eskalierte, als die Polizisten begannen, eine lesbische Frau zu schikanieren. Die Barbesucher wehrten sich und warfen Flaschen und Steine, riefen „Gay Power“ und setzten damit ein Zeichen gegen die jahrelange Gewalt und Unterdrückung. Dies führte zu sechs Tage andauernden Unruhen und markierte den Beginn einer neuen Ära des offenen Protests und Widerstands.

    Christopher Street Day: Die deutsche Variante

    In Deutschland, der Schweiz und Teilen Österreichs wird der Christopher Street Day (CSD) gefeiert, der an die Stonewall-Aufstände erinnert. Die großen Paraden in Städten wie Berlin und Köln finden oft im Juni, Juli oder August statt und sind ein farbenfrohes und friedliches Fest der sexuellen Vielfalt und Freiheit.

    Unter diesem Link findest du alle CSD Termine für 2024: CSD Termine 2024 (csd-termine.de)

    Toleranz, Vielfalt und Respekt in der Kindertagespflege

    Die Themen Toleranz, Vielfalt und Respekt sind nicht nur im Pride Month von Bedeutung, sondern sollten auch in der Erziehung und Bildung von Kindern eine zentrale Rolle spielen. Hier sind einige Ansätze, wie diese Werte in der Kita und Kindertagespflege gefördert werden können:

    1. Individuelle Entfaltung: Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten und seine eigene Identität zu entwickeln. Dies bedeutet, dass Kinder unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder anderen Merkmalen unterstützt und gefördert werden.

    2. Förderung von Toleranz und Respekt: Durch Vorbilder und gezielte Bildungsangebote können Kinder lernen, Vielfalt zu schätzen und Respekt vor anderen zu haben. Geschichten, Lieder und Spiele und Bücher, die verschiedene Familienmodelle und Lebensweisen darstellen, können dabei helfen.

    3. Kritische Reflexion von Rollenzuweisungen: Stereotype Rollenzuweisungen bei der Erziehung von Jungen und Mädchen sollten kritisch hinterfragt und vermieden werden. Kindertagespflegepersonen können durch bewusstes Handeln und Sprache zeigen, dass alle Kinder die gleichen Möglichkeiten haben sollten, unabhängig von traditionellen Geschlechterrollen.

    4. Reflexion und Weiterbildung: Pädagogische Fachkräfte sollten regelmäßig ihre eigene Haltung und Praxis reflektieren und sich weiterbilden, um eine inklusive und respektvolle Umgebung zu schaffen.

    Warum ist das wichtig?

    Toleranz, Vielfalt und Respekt sind grundlegende Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft. Indem Kinder diese Werte von früh auf erleben und lernen, können sie zu offenen, empathischen und respektvollen Erwachsenen heranwachsen. Dies fördert nicht nur ein friedliches Zusammenleben, sondern auch die individuelle Entfaltung jedes Einzelnen.

    Pride Month und Demokratiebildung

    Um diese Werte praktisch in der Kita umzusetzen, gibt es verschiedene Ansätze:

    1. Inklusive Pädagogik: Eine Umgebung schaffen, in der Vielfalt gefeiert und respektiert wird. Geschichten, Lieder und Spiele, die verschiedene Familienmodelle und Lebensweisen darstellen, fördern diese Einstellung.

       

    2. Partizipative Erziehung: Kinder in Entscheidungsprozesse einbeziehen, um ihre Meinungen und Wünsche zu äußern. Dies fördert das Verständnis für demokratische Prozesse und die Bedeutung der eigenen Stimme.

       

    3. Kritische Reflexion von Rollenbildern: Stereotype Geschlechterrollen in der Erziehung hinterfragen und aufbrechen. Kinder ermutigen, ihre Interessen und Fähigkeiten frei zu entfalten, unabhängig von ihrem Geschlecht oder anderen Merkmalen.

    Durch diese Ansätze legen wir den Grundstein für eine gerechte und inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten und aktiv am demokratischen Prozess teilzunehmen. 

    Der Pride Month erinnert uns daran, wie wichtig es ist, für die Rechte und Anerkennung aller Menschen einzustehen und eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder stolz auf sich selbst sein kann, unabhängig von seiner sexuellen Identität oder Orientierung.

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  • Hilfe! Die Eingewöhnungen starten bald wieder: Vorbereitung auf das neue Kitajahr und die Eingewöhnungsphase

    Hilfe! Die Eingewöhnungen starten bald wieder:
    Vorbereitung auf das neue Kitajahr und die Eingewöhnungsphase

    Der Beginn des neuen Kitajahres steht vor der Tür, und damit auch die Eingewöhnungsphase für die neuen Kinder und ihre Eltern. Für viele Familien ist dieser Schritt mit Aufregung und Nervosität verbunden. Um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich.

    In diesem Artikel gebe ich dir eine umfassende Checkliste und wertvolle Tipps, um dich optimal auf das neue Kitajahr und die Eingewöhnungsphase vorzubereiten. Erledige JETZT sämtliche Dinge, damit du entspannt in die EIngewöhnungen starten kannst.

    Checkliste für die Vorbereitung auf das neue Kitajahr

    Administrative Vorbereitung

    Zunächst solltest du die Kinderakten und Notfallkontakte aktualisieren. Stelle sicher, dass alle Informationen auf dem neuesten Stand sind, damit du im Notfall schnell handeln kannst. Zudem ist es wichtig, die Impf- und Gesundheitsdokumente der Kinder zu überprüfen und zu aktualisieren. Prüfe auch die Verfügbarkeit von Notfall- und Erste-Hilfe-Materialien. Diese Maßnahmen gewährleisten die Sicherheit und Gesundheit aller Kinder in deiner Einrichtung.

    Willkommensbrief an die neuen Eltern

    Ein Willkommensbrief an die neuen Eltern kann helfen, diese herzlich zu empfangen und ihnen die ersten wichtigen Informationen zu geben. Beschreibe darin, was sie in den ersten Tagen und Wochen erwarten können. Außerdem solltest du einen gut strukturierten Kalender erstellen, der wichtige Termine wie Eingewöhnungstermine, Elternabende und Feste enthält. Teile diesen Kalender auch mit den Eltern, damit alle immer gut informiert sind.

    Pädagogische Vorbereitung

    Überprüfe und aktualisiere dein pädagogisches Konzept sowie die Jahresprojekte. Plane erste thematische Angebote und Aktivitäten, die in oder direkt nach der Eingewöhnungszeit durchgeführt werden sollen. 

    Reflektiere über vergangene Eingewöhnungen: Was lief gut? Was kann verbessert werden? Auf dieser Basis kannst du individuelle Eingewöhnungspläne entwickeln, die auf die Bedürfnisse der neuen Kinder und ihrer Eltern abgestimmt sind.

    Räumliche und materielle Vorbereitung

    Eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Räumlichkeiten ist ab und an wichtig. Nutze also die Zeit, um dort sauber zu machen, wo du sonst keine Zeit für hast, damit die neuen Eltern direkt einen positiven Eindruck von dir und deiner Einrichtung haben.

    Ein aufgeräumter und liebevoll dekorierter Gruppenraum schafft eine einladende Atmosphäre. Bereite spezielle Eingewöhnungsspielzeuge oder -materialien vor, die den neuen Kindern helfen, sich schneller einzuleben.

    Überprüfe das vorhandene Spielzeug und die Materialien auf ihre Sicherheit und Funktionstüchtigkeit. Ersetze gegebenenfalls beschädigte oder abgenutzte Gegenstände. Auch die Schlaf- und Ruhebereiche sollten gemütlich und sicher gestaltet sein. Prüfe alle Sicherheitsvorkehrungen wie Steckdosensicherungen und Treppengitter, um sicherzustellen, dass die Umgebung für die Kinder sicher ist.

    Elternarbeit

    Plane und organisiere einen Elternabend vor Beginn des Kitajahres. Dies ist eine gute Gelegenheit, um die Eltern über wichtige Themen zu informieren und offene Fragen zu klären. Bereite Informationsmaterialien vor, wie das Kitakonzept, den Tagesablauf und wichtige Regeln. Lege regelmäßige Elterngespräche und Sprechstunden fest, um einen kontinuierlichen Austausch zu gewährleisten.

    Stelle sicher, dass alle Entwicklungsgespräche mit den Eltern der Bestandskinder geführt wurden. Dies hilft, den aktuellen Stand der Entwicklung jedes Kindes zu verstehen und die Eltern über den weiteren Verlauf zu informieren. Nutze jetzt die Zeit, um den Eltern und Kindern, die bereits in der Einrichtung sind, nochmal gezielt anzusprechen, um jetzt Fragen oder Anliegen zu klären.

    Eingewöhnungsvorbereitung

    Erarbeite gemeinsam mit den Eltern individuelle Eingewöhnungspläne und erstelle einen detaillierten Zeitplan für die Eingewöhnung der neuen Kinder. Informiere die Eltern ausführlich über den Ablauf und die Erwartungen während der Eingewöhnungszeit. Eine klare Kommunikation ist hier entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und den Eltern Sicherheit zu geben.

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    Sich gegenseitig „beschnuppern“ und kennenlernen

    Zwischen Vertragsabschluss und Eingewöhnungsstart ist es wichtig, den Kontakt zu den Eltern zu halten. Lade die Eltern mit ihren Kindern zu dir oder auf den Spielplatz ein. Ein regelmäßiger Austausch hilft, die Beziehung zu stärken und den Start in die Kita zu erleichtern.

    Gib den Eltern eine Liste mit und erkläre ihnen, dass die neue Flasche bereits einige Tage oder Wochen in Gebrauch sein sollte, damit das Kind diese auch als sein Eigentum wahrnimmt. Die Eltern können in aller Ruhe diese Sachen über den Sommer gemeinsam dem Kind besorgen und immer wieder mit dem Kind bei der Benutzung erwähnen, dass dies die neue Flasche ist, die das Kind dann mit in die Kita nehmen wird. So ist nicht gleich alles neu, sondern das Kind kann seine Sachen mit in die Kita bringen und erfährt dadurch Sicherheit.

    Liste: Was braucht ein Kind für die Kita?

    • Regenkleidung (Regenjacke, Matschhose, Gummistiefel)
    • Wechselkleidung
    • Hausschuhe
    • Rucksack
    • Sonnenhut (Frühling/Sommer)
    • Mütze, Schal, Handschuhe (Herbst/Winter)
    • Windeln
    • Lunchbox
    • Trinkflasche
    • Sonnencreme
    • Feuchttücher
    • Wundschutzcreme
    • Schnuller
    • Kuscheltier
    • Fotobuch mit Familienfotos
    • Turnbeutel
    • Bettwäsche/Schlafsack
    • Milchnahrung
    • Regenfüßlinge für Laufanfänger
    • Beschriftete Wechselsachen

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  • Die Bedeutung von Feinfühligkeit und Gewaltbewusstem Verhalten in der Kita und Kindertagespflege

    Die Bedeutung von Feinfühligkeit und Gewaltbewusstem Verhalten
    in der Kita und Kindertagespflege

    In pädagogischen Berufsfeldern ist Feinfühligkeit wichtig, um eine gesunde Bindung zu den betreuten Kindern aufzubauen und ihre Bedürfnisse zu erkennen.

    Eine wichtige Kompetenz von pädagogischen Fachkräften ist die Empathie bzw. emotionale Intelligenz also die Fähigkeit sich in die Perspektive der Kinder hineinzuversetzen bzw. einzufühlen. Dabei geht es darum zu verstehen, dass Kinder ihre Gedanken, Gefühle und Absichten haben, die sich von unseren eigenen unterscheiden können. Dies erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität, um adäquat auf die Signale und Bedürfnisse der Kinder zu reagieren.

    Wie Feinfühligkeit in der Praxis umgesetzt wird

    Feinfühligkeit kann durch verschiedene Handlungen und Verhaltensweisen gezeigt werden. Dazu gehören verbale Kommunikation, die Verwendung liebevoller Worte, körperliche Hilfestellung, Berührung und Blickkontakt. Es ist wichtig, den natürlichen Rhythmus in der Interaktion mit dem Kind zu finden, ähnlich einem Ping-Pong, um eine sensible und adäquate Reaktion zu gewährleisten. Auf diese Weise können Fachkräfte die Bedürfnisse der Kinder erkennen und angemessen darauf eingehen.

    Erlernen von Feinfühligkeit in der Fachkräfteausbildung

    Feinfühligkeit ist erlernbar und hängt von persönlichen Erfahrungen und der eigenen Biografiearbeit ab. In der Fachkräfteausbildung ist es wichtig, dass angehende Fachkräfte lernen, auf ihr eigenes Verhalten, den Blick, die Stimme, die Sprache und den Körperkontakt zu achten. Durch gezieltes Training und Reflexion können sie ihre feinfühlige Interaktion mit den Kindern verbessern und verfeinern.

    Feinfühligkeit in pflegerischen Situationen und Kinderschutz

    Feinfühliges Verhalten in pflegerischen Situationen trägt dazu bei, eine gewaltfreie Kindheit und Pädagogik zu fördern. Es hilft den Kindern, sich sicher und geborgen zu fühlen und unterstützt ihre gesunde Entwicklung. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu sein, dass manchmal herausforderndes Verhalten auftritt. In solchen Momenten ist es von entscheidender Bedeutung, sich einfühlsam in das Kind hineinzuversetzen und herauszufinden, was es gerade braucht, anstatt auf Gewalt oder Bestrafung zurückzugreifen.

    Die Bedeutung rechtzeitiger Hilfe und Selbstfürsorge

    Es ist wichtig, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, um in feinfühligem Verhalten bleiben zu können. Betreuungspersonen sollten sich bewusst sein, was sie selbst brauchen und wie sie mit den Kindern umgehen. Eine gesunde und ausgeglichene Verfassung ermöglicht es den Fachkräften, feinfühlig mit den Kindern umzugehen und eine positive Umgebung zu schaffen.

    Workshop zur Feinfühligkeit und gewaltfreier Pädagogik

    Um Fachkräfte weiter zu sensibilisieren und fortzubilden, bietet Carina einen Workshop zum Thema Feinfühligkeit und gewaltfreier Pädagogik auf dem Fachtag in Berlin an. Dieser Workshop soll die Teilnehmende dazu ermutigen, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und in ihrer täglichen Arbeit umzusetzen. Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein.

    Instagram Posts - Teil 2 (48)

    Abschließende Gedanken

    Die Bedeutung von Feinfühligkeit und gewaltbewusstem Verhalten in der Kita und Kindertagespflege kann nicht genug betont werden. Es spielt eine entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung und das Wohlbefinden der betreuten Kinder. Durch die bewusste Anwendung von Feinfühligkeit und die Förderung gewaltfreier Pädagogik können Fachkräfte einen positiven Einfluss auf das Leben der Kinder nehmen und einen sicheren, unterstützenden Raum schaffen, der ihre Potenziale entfaltet.

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  • Erfahrung in der Natur und im Wald

    Erfahrung in der Natur und im Wald

    Erfahrung in der Natur und im Wald

    Instagram Posts - Teil 2 (36)

    Hat der Wald eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Kinder ?

    Der Wald ist ein wunderbares Geschenk, das uns gegeben wurde, und gerade hier in Deutschland gibt es so viele Orte, an denen wir dieses Wunder erleben dürfen. Der Wald ist ein Ort, wo sich Erwachsene, Kinder und Tiere auf Augenhöhe begegnen können. Ein Ort, an dem wir alles erleben, entdecken und bewundern können. Es kann getobt werden, und es können gleichzeitig ganz achtsame und stille Momente erlebt werden. Für Erwachsene ist es ein wunderbarer Ausgleich für den Alltag und für Kinder die Möglichkeit, die Welt mit zu entdecken.

    Entwicklung der Gehirnmuster

    Die positiven Auswirkungen des Waldes auf die Entwicklung von Kindern im Alter von 0-6 Jahren sind zahlreich. Die Synapsen des Gehirns können sich im Wald gesund und ausgeprägt entwickeln. Auch die Sinneswahrnehmungen werden ausgeprägter geschult. Durch die Wahrnehmung der Tiere, das Hören der sanften Geräusche und die unterschiedlichen Erfahrungen des Tastsinns können die Sinne unterschieden und gleichzeitig alle gemeinsam wahrgenommen werden. Die Natur bietet Gelegenheiten, Erfahrungen zu sammeln und so zu verarbeiten. Die natürliche und die kulturelle Umwelt sind nicht zu trennen. Luft, Wasser und Erde werden von Kindern genauso wahrgenommen wie Verkehr und soziale Interaktionen. Wahrnehmungssysteme sind verbunden mit Sinnesfunktionen, und Sinnesfunktionen sind mit emotionalen Verarbeitungsweisen verbunden. So können die Erfahrungen des Waldes auf den Alltag in der Stadt übertragen werden, und auch dort können Geräusche, Gefühle und Erfahrungen besser eingeordnet werden. Das kann sich im weiteren Verlauf des Lebens zum Beispiel auf die Entscheidungsfähigkeit auswirken. Sobald Emotionen gesund verarbeitet werden können, werden diese schneller eingeordnet, und so können Entscheidungen selbstbewusst gefällt werden.

    Entwicklung der Sprache

    Auch die positive Auswirkung auf die Sprachentwicklung wird durch dialogische und ko-konstruktive Interaktionen im Wald gefördert. Kinder haben die Möglichkeit, ihre eigenen Geschichten zu erzählen und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken. Die Beobachtung von Pflanzen und Tierfamilien im Wald erweitert den Wortschatz auf natürliche Weise. Zum Beispiel wird das Selbstvertrauen und die Selbstverwirklichung der Kinder gestärkt, beim Erzählen der eigenen Geschichten am Ende eines Waldtages. Durch die ständige Bewegung im Wald können die Kinder erforschen, laufen, spielen, kriechen und toben. Sie finden einen Weg, wie Bewegung und Sprache gemeinsam entwickelt werden und integrieren Körperwahrnehmung in den Alltag. 

    Instagram Posts - Teil 2 (37)

    Entwicklung der Achtsamkeit und Steigerung der Leistungsfähigkeit

    Durch bestimmte Werkzeuge kann die Erfahrung in der Natur effektiver gestaltet werden. Zum Beispiel dienen Routinen in der Natur zur Erhöhung der Wachsamkeit der Kinder. Sie nehmen durch die Regelmäßigkeit von bestimmten Aktivitäten die Veränderungen innerhalb dieser Routinen in der Natur deutlicher wahr. Wenn eine Tätigkeit, wie zum Beispiel das Beobachten einer bestimmten Gegend oder das Abgehen eines bestimmten Pfades, zur Gewohnheit wird, dann bemerken die Kinder, wie sich diese gewöhnliche Aktivität immer wieder verändert. Sie bemerken die unterschiedlichen Jahreszeiten, die verschiedenen Gerüche, das Erblühen unterschiedlicher Blumen und Pflanzen sowie die Erfahrung mit verschiedenen Tieren auf der immer wieder gleichen Routine. So wird die Wachsamkeit der Kinder erhöht, und diese schärft die Sinne und intensiviert die Wahrnehmung. Durch Wachsamkeit können Sinne wie Sehen, Hören, Riechen und Schmecken unterschieden und deutlicher wahrgenommen werden. Die Theorie der Gehirnmuster zeigt, dass die sensorische Neurologie die bewusste Aufmerksamkeit stimuliert, sodass sie ab einem bestimmten Punkt zur Gewohnheit wird. Besonders innerhalb der ersten Jahre des Lebens ist dies wichtig, um eine erhöhte Aufmerksamkeit von Anfang an sicherzustellen. Für den Rest des Lebens sind Sinnesinformationen feiner und filtern nur die Informationen, auf die sie gerichtet sind. Dies weckt unter anderem auch die Leistungsfähigkeit. 

    Entwicklung der Resilienz

    Im Wald werden Zyklen wie die vier Jahreszeiten entdeckt. Dies kann den Kindern von Anfang an das System der Phasen des Lebens aufzeigen. Sie lernen, dass das Leben nicht geradlinig verläuft, sondern Dinge wie Neubeginn, Heranwachsen, Loslassen und Aushalten zum Leben dazu gehören. So können die Kinder mit den Herausforderungen besser umgehen, da sie wissen, dass es zum Leben dazugehört. 

    Insgesamt ist der Wald ein wertvolles Geschenk der Natur, das uns die Möglichkeit bietet, uns mit unserer Umgebung zu verbinden und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Der Wald bietet unzählige Möglichkeiten für Kinder und Erwachsene, um sich zu entfalten, zu lernen und zu wachsen. Durch die Interaktion mit der Natur können wichtige Fähigkeiten und Eigenschaften entwickelt werden, die für ein erfülltes und gesundes Leben von großer Bedeutung sind.

    Instagram Posts - Teil 2 (38)

    Literatur

    Young, Jon/Haas,Ellen/McGown, Evan (2014): Mit dem Coyote-Guide zu einer tieferen Verbindung zur Natur – Grundlagen der Wildnispädagogik; Band 1 – Handbuch für Mentoren. Extertal, Biber-Verlag.

    Young, Jon/Haas,Ellen/McGown, Evan (2017): Mit dem Coyote-Guide zu einer tieferen Verbindung zur Natur – Grundlagen der Wildnispädagogik; Band 2 – Handbuch der Aktivitäten. Extertal, Biber-Verlag.

    Schäfer, Gerd (2005): Aufgaben frühkindlicher Bildung. In: Schäfer, Gerd (Hrsg.):Bildung beginnt mit der Geburt. Ein offener Bildungsplan für Kindertageseinrichtungen in Nordrhein- Westfalen. Weinheim, Basel : Beltz, S. 75- 178.

    Von der Beek, A., Fuchs, R., Schäfer, G. E. & Strätz, R. (2005). Entwurf einer Bildungsverein- barung für Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen.

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  • Verhaltensauffällig in Kita und Schule: Was ist noch normal? Geht es auch anders?

    Verhaltensauffällig in Kita und Schule: Was ist noch normal? Geht es auch anders?

    Verhaltensauffällig in Kita und Schule:
    Was ist noch normal? Geht es auch anders?

    Instagram Posts - Teil 2 (28)

    Wie gehen wir mit herausforderndem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen in unseren Kindertageseinrichtungen und Schulen um?

    Gibt es ein „normal anders sein“? Gelingt uns eine zutiefst wertschätzende Sicht auf Menschen mit differenzierter Wahrnehmung, als wir selbst haben? Ist es möglich, eine Haltung bei uns Lernbegleitern zu entwickeln, die auffälliges Verhalten nicht immer als Störung definieren? Können wir trotzdem auf die vorhandenen Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen der jungen Menschen blicken?

    Was ist “auffälliges Verhalten”?

    Ein auffälliges Verhalten ist zunächst ein Verhalten, das unsere Aufmerksamkeit erregt, da es von üblichen Normen abweicht. Wenn Kinder sich auffällig verhalten, empfinden Erwachsene oft ein Unbehagen. Insbesondere, wenn Kinder Wut oder Aggression zeigen. Fachkräfte und auch Eltern sind meist überfordert und ratlos. 


    Gründe für die Hilflosigket von Erwachsenen
    Aufrgund unserer eigenen Biografie, Vorerfahrungen, Erziehung sind Erwachsene nicht immer in der Lage, die Botschaften und das gezeigte Verhalten vom Kind richtig zu deuten und einzuordnen.

    Instagram Posts - Teil 2 (29)

    Welche Methoden und Strategien erleichtern uns den pädagogischen Alltag mit den originellen, jungen Menschen?

    Kindliche Neugier ist der stärkste Entwicklungsmotor und  führt zu den vielfältigsten Aktivitäten. 

    Je mehr unsere Kinder Gelegenheit haben, auf die Anregungen ihrer Umwelt zu reagieren, desto mehr werden sie zum aktiven Handeln herausgefordert. Alle Eindrücke erreichen über Nervenbahnen das kindliche Gehirn. Dort werden sie gespeichert, verknüpft und verarbeitet. So verdichten sie sich zu Erkenntnissen, die unseren entdeckungslustigen Kindern als Wahrnehmungs- und Handlungsmuster zur Verfügung stehen. Gleichzeitig bilden diese Erfahrungen die Grundlage der kindlichen Persönlichkeit.

    Wie lernen Kinder?

    Mit Blick auf die aktuellen Erkenntnisse der Hirnforscher und Neurobiologen hält man am Prinzip der ganzheitlichen Bildung fest. Lernen geschieht in Kindertageseinrichtungen im Alltag. Wenn kleine Kinder lernen, dann lernt immer das „ganze Kind“. Kinder lernen nachhaltig mit Freude und Begeisterung, was sie momentan interessiert und emotional bewegt. Ausgangspunkt einer ganzheitlichen Bildungspraxis sind aktuelle Situationen, die Kinder interessieren und begeistern. Dies lässt sich am besten realisieren, wenn Lernen überwiegend in Alltagssituationen passiert.

    Notfallstrategien für herausgeforderte Bildungsbegleiter

    Neben einer wertschätzenden, respektvoll-kreativen und menschenwürdigen Haltung der BildungsbegleiterInnen, gibt es Notfallstrategien und/oder schnelle Hilfen, die uns im pädagogischen Alltag unterstützen können:

    Fidgets (Natur und käuflich erwerbbar…)

    • Wutmaterial/Wutraum zum (begleiteten!) Ausleben der Gefühle
    • „liebevolle Konsequenz“ der Fachkraft als Begleitung fürs Kind/Jugendlichen
    • Gefühle anerkennen, benennen, wertschätzen und Lösungen anbieten, evtl. vor Eskalation

    Normal vs. schwieriges Verhalten?!

    Wodurch unterscheidet sich ein Verhalten, das uns herausfordert, von einem, das wir als “normal” empfinden? Was macht schwierige Situationen für uns aus? Was genau fordert mich als Fachkraft heraus und was löst dieses unerwünschte Verhalten vom Kind/Jugendlichen in mir aus?


    Mögliche Ursachen für herausforderndes Verhalten
    (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

    • Reizüberflutung
    • Traumafolgestörung
    • Wahrnehmungsstörung oder ähnliches…
    • zu hohe Anforderungen, Überforderung
    • Mangelnde Selbstwirksamkeit
    • Bindungsstörungen
    • gestörter Wach-/Schlafrhythmus
    • fehlende Geborgenheit
    • etc.
    Instagram Posts - Teil 2 (30)

    Interessant sind die etwaigen Funktionen von auffälligem/herausforderndem Verhalten für Kinder und Jugendliche. Was „bezwecken“ sie mit ihrem Verhalten? 

    Wir unterscheiden zwischen internalisierendem Verhalten und externalisierendem Verhalten. Meist sind es die „lauten und aggressiven“ Kinder, die unsere Aufmerksamkeit und unser pädagogisches Handeln extrem fordern. Nicht zu übersehen sind auch die „ruhigen und zurückgezogenen“ Kinder, die oft in Kindertageseinrichtungen als Mitläufer benannt sind und deswegen – weil unkompliziert – in Gruppendynamiken sehr angesehen. 

    Wichtig ist: hinter jedem Verhalten steht ein Bedürfnis und das gilt es zu erkennen. Unterstützen kann ein systemischer Blick, kollegiale Beratung und unterschiedliche Sichtweisen zum Verhalten des Kindes.


    Weitere Funktionen eines internalisierendem oder externalisierendem Verhalten könnten sein:

    • Aufmerksamkeit beim Gegenüber/Gruppe zu wecken
    • Wiedergewinnung von Kontrolle
    • Kommunikation – „Sieht mich jemand?“
    • Jedes Verhalten hat einen Sinn oder „Hinter jedem Verhalten steht ein Bedürfnis“
    Instagram Posts - Teil 2 (31)

    Machtspiralen verhindern

    Strafen bei nicht erwünschtem Verhalten entsprechen nicht mehr dem Stand der heutigen, zeitgemäßen Pädagogik und zeigen keine Wirkung. Was wir wissen: Durch Strafen nimmt das unerwünschte Verhalten eher zu als ab. Es entsteht eine Machtspirale, aus der es oft schwer einen Ausweg gibt und das Wichtigste: Druck erzeugt immer Gegendruck und ist deshalb wenig wirksam.


    4 wertvolle Analyse-Fragen zur Reflexion bei herausforderndem Verhalten:

    1. Die Form: Wie sieht das Problemverhalten beim Kind/Jugendlichen aus? Kennt man den Ansatz (Trigger), kann man dem Problemverhalten zuvorkommen?
    2. Die Frequenz: Wie häufig kommt es in bestimmten Situationen zu diesem Verhalten? In welchen Situationen? Mit welchen Personen? 
    3. Die Intensität: Mit wie viel Kraft wird das Verhalten ausgeführt?
    4. Die Verbreitung: Wie sehr berührt das Problemverhalten das übrige Leben des Betroffenen? 

    Auf die Haltung kommt es an!

    Und wie bei fast allen pädagogischen Themen, die wir uns immer wieder vor Augen führen dürfen, ist es bei herausforderndem Verhalten nicht anders: Es kommt auf die eigene Haltung drauf an.

    Nur, wenn wir auf Augenhöhe mit den Kindern, ihnen zugewandt, wertschätzend, Ressourcen- und Fähigkeiten orientiert und zugewandt sind, werden wir mit diesen uns fordernden Kindern in Bezug und in Resonanz gehen können. Die Bedürfnisse der Kinder zu benennen, anzuerkennen und zu spiegeln gibt ihnen Sicherheit. „Hier ist jemand, der mich sieht, der mich hört.“

    Eine systemische Sichtweise wird uns hinter das Verhalten der Kinder und Jugendliche blicken lassen und wichtige Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse bei den jungen Menschen geben.

    Ein Lernbegleiter, der in seiner Haltung vermittelt, „Ich bin für dich da“, wird zur vertrauensvollen Bezugsperson für das Kind. Bin ich noch in Verbindung, in Resonanz mit dem jungen Menschen?

    Was hilft noch?

    Neben persönlichen Beziehungen und wahrem Interesse, das wir den Kindern und Jugendlichen schenken, um mit ihnen in Resonanz zu gehen, gibt es weitere Strategien und längerfristige Hilfen:

    • Funktionsräume öffnen (Garten, Gänge, Turnräume etc.)
    • Bildungsorte gestalten, Räume zum Wohlfühlen
    • Raum- und Materialangebot mit Aufforderungscharakter („Was sind die Themen der Kinder? Aus dem Erfahrungsgebiet der Kinder/Jugendlichen?“)
    • 1:1 Situationen ermöglichen, Bildungsbegleiter sein
    • Gruppen teilen
    • Keine Stühle (Sitzsäcke, Schaukelstühle, Gummis an Stühlen etc.)
    • Essensituationen reflektieren und anpassen

    Präventiv partizipativ arbeiten:

    Teilhabe an allem, was mich betrifft. Wo im Alltag haben die Kinder die Möglichkeit, partizipativ teilzuhaben an dem, was sie betrifft und SELBSTWIRKSAMKEIT zu spüren?

    Dabei sollte es nicht ausreichen, wenn Kinder entscheiden, welches Lied im Morgenkreis gesungen wird oder einmal im Jahr abgestimmt wird, wohin der Ausflug geht. Nein! Partizipation meint, Teilhaben an allem, was mich betrifft. Von der Gestaltung des Tagesablaufs und des Raum- und Materialangebotes, bis hin zur Frage: „Machen Hausschuhe Sinn?“ Auch haben Kinder und Jugendliche zum Beispiel das Recht auf Mitsprache beim Essensangebot in ihren Kindertageseinrichtungen und Schulen.

    Selbstwirksamkeit spüren wir, wenn unser Tun einen Sinn gibt, wenn wir sinnvolle Aufgaben für uns selbst, für die anderen oder die Gruppe finden. Wo ist meine intrinsische, selbstgewählte Motivation hier wichtig sein zu dürfen? 

    Um wen geht es in den Situationen im Umgang mit herausforderndem Verhalten? Es geht um die Kinder und Jugendlichen. Wir als Lernbegleiter sind gefragt, Kinder und Jugendlichen mehr teilhaben zu lassen, an dem was sie betrifft und was sie sich für ihren Alltag wünschen. Partizipation ist keine Wahlmöglichkeit, sondern Gesetz.

    Und zu allerletzt: Lass dich nicht von den Rahmenbedingungen aufhalten!

    Die Rahmenbedingungen, die wir aktuell in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Bildungsorten haben, entsprechen nicht dem, was wir uns wünschen und brauchen. Da sind wir uns alle einig. Es ist von fehlender Anerkennung für Fachkräfte über mangelnde Raum- und Materialausstattung alles gesagt. Besonders schwierig sind die Rahmenbedingungen für junge Menschen, die aus vielseitigen Gründen, Herausforderungen mit den „alten“ Systemen und Strukturen haben. Die Zeit und der Raum, Kompetenzen oder einfach die Motivation fehlen, um diese unerwünschten Verhaltensweisen fachlich und professionell zu begleiten.

    Mein Apell: 

    Die Kinder und Jugendlichen brauchen unsere Unterstützung und unsere wertschätzende Begleitung JETZT. Wir können und dürfen nicht warten, bis sich Strukturen und Rahmenbedingungen von oben verändern. NEIN, wir sind die Basis. Wir sind am Kind und an den Familien. Wir sind an den Bildungsorten und können dort im Kleinen, jedoch effektiv, selbstwirksam etwas für uns, die Kinder und Familien verändern.

    Durch meinen Auftrag als Bildungsberatung komme ich in viele Einrichtungen, ja nennen wir sie Bildungsorte – und selbst ich bin immer wieder überrascht, was alles in kleinen Schritten möglich ist und welche Möglichkeiten sich die Einrichtungen gestalten.

    Ich lade euch ein, werdet Teil der Lösung für wertschätzende Bildungsorte, Wohlfühlorte für Kinder, Familien und MitarbeiterInnen.

    Literatur:
    Lorenz, Josephine (2020). Anders ist eine Variation von richtig. Carl-Auer
    Wunderer, Eva (2023). Nor-mal-anders. 105 Übungen und Impulse zu Normalitäten und Diversität. Beltz
    Hehn-Oldiges, Martina. (2021). Wege aus der Verhaltensfalle. Beltz
    Shanker, Stuart (2019). Das überreizte Kind. Goldmann

    Filmtipp:
    „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – Was ist Neurodiversität? – YouTube https://www.youtube.com/watch?v=GcpgPrYsapM

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  • (Arbeits-) Sicherheit in Einrichtungen der Kinderbetreuung

    (Arbeits-) Sicherheit in Einrichtungen der Kinderbetreuung

    (Arbeits-) Sicherheit in Einrichtungen der Kinderbetreuung

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    Wir wollen und brauchen doch alle dieses Gefühl, dass alles gut ist – dass wir alle sicher sind, da wo wir sind und, dass uns und unseren Lieben nichts passieren kann.

    Und das gilt ganz besonders auch dann, wenn Eltern ihre Kinder in unsere Obhut geben. Und so gehen jeden Morgen tausendfach Eltern davon aus, dass Ihre Kinder in der Kita oder bei der Tagespflegeperson in besten Händen sind und später wohlbehalten wieder nach Hause kommen.

    Für uns von Spectrum-Kita, ein guter Grund, gerade die Sicherheitsbereiche in der Kinder-Betreuung immer wieder in den Fokus zu nehmen. Da werden wir nicht müde euch als Betreuungspersonen und Fachkräfte dabei zu unterstützen, alles sicher zu machen. Für die Kinder – aber auch für euch. Denn, wenn es tatsächlich mal zu einem Unfall kommen sollte, möchten wir, dass ihr nachweisen könnt, alles getan zu haben, damit ALLE SICHER sind.

    Und so wird es hier in Zukunft auch immer wieder um die Themen Datenschutz, Hygiene, Lebensmittelhygiene, Brandschutz und – wie in diesem Artikel – um die Arbeitssicherheit gehen.

    Heute ganz konkret darum, wer die Mitspieler in der Arbeitssicherheit sind und welche Aufgaben sie haben. Denn… und das ist gut… ihr seid da nicht allein.

    1. Die Einrichtungsleitung

    Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherheit in der Kinderbetreuung. Sie ist verantwortlich für die Einführung, Umsetzung und Überwachung von Sicherheitsrichtlinien. Sie setzt die Schulung des Personals in Erster Hilfe und Notfallprotokollen um. Sorgt dafür, dass die regelmäßige Inspektion der Einrichtung auf potenzielle Gefahrenquellen durchgeführt wird und, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden. Sic kümmert sich um die Zusammenarbeit mit Eltern, Behörden und anderen relevanten Partnern. Außerdem obliegt es der Einrichtungsleitung, zu überprüfen und sicherzustellen, dass das Personal über angemessene Qualifikationen und Erfahrungen verfügt, um Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder zu gewährleisten.

    (und Überraschung…;-)… wenn du Tagespflegeperson bist, dann gilt diese Beschreibung auch. Für dich und ggf. deine Vertretung.)

    2. Träger der Einrichtung: Sicherheitsstandards und deren Umsetzung

    Die Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen tragen eine große Verantwortung in Bezug auf die Sicherheit der Kinder. Sie müssen sicherstellen, dass die angemessenen Sicherheitsstandards festgelegt und konsequent in der Kita umgesetzt werden.

    Dazu gehören vor allen anderen Dingen, die Zusammenarbeit mit Leitung und Team der Kita. Außerdem noch Maßnahmen wie die regelmäßige Begehung und Bewertung von Räumlichkeiten auf potenzielle Gefahrenquellen, die Bereitstellung von altersgerechtem, ungefährlichem Spielzeug und Mobiliar, sowie die Schulung des Personals in Erster Hilfe, Sicherheitsstandards und Notfallmaßnahmen.

    Die Träger sind auch dafür verantwortlich, dass alle rechtlichen Vorschriften und behördlichen Auflagen im Hinblick auf die Sicherheit eingehalten werden. Dazu zählt beispielsweise die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen, Hygienevorschriften und die Sicherung von Gefahrenquellen wie Treppen und elektrischen Anlagen. Darüber hinaus sollten die Träger, neben der Leitung und dem gesamten Team der Kita, auch die Eltern und Erziehungsberechtigten aktiv in die Sicherheitsmaßnahmen einbinden und sie regelmäßig über Sicherheitsrisiken informieren.

    Ein ganzheitliches Verständnis von Risiken und Sicherheitsmaßnahmen durch alle Beteiligten ist die Grundvoraussetzung, um die Sicherheit in Kinderbetreuungseinrichtungen zu gewährleisten. Daher sollten die Träger regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen zum Thema Kindersicherheit und Risikoprävention für das Personal anbieten. Auch die regelmäßige Evaluation und Anpassung der Sicherheitsstandards an neue Entwicklungen und Erkenntnisse ist entscheidend, um ein sicheres Umfeld für die betreuten Kinder zu gewährleisten.

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    3. Eltern: Die Bedeutung des Informiert seins über Sicherheitsaspekte

    Ein gutes Gefühl Dank ausreichender Information zu Sicherheitsaspekten ist für die Eltern wichtig.

    Eltern möchten wissen, dass ihre Kinder in einer sicheren Umgebung ihre Zeit verbringen deshalb ist es wichtig, dass sich Eltern über Sicherheitsaspekte stets gut informiert werden. Die Eltern sollten sich bewusst sein, welche Risiken im Alltag ihrer Kinder bestehen. Dazu gehört das Wissen über kindersichere Einrichtungen, Spielgeräte und Spielzeuge, das richtige Verhalten im Straßenverkehr und die Prävention von Unfällen zu Hause.

    Es ist wichtig, die Eltern einzubeziehen um mit den Kindern über das Thema Sicherheit sprechen und den Kindern vermitteln wie sie sich sicher verhalten. Dadurch wird das Sicherheitsbewusstsein der Kinder geschärft und sie werden dazu in die Lage versetzt mögliche Gefahren richtig einzuschätzen und sicher zu handeln. Letztendlich tragen informierte Eltern maßgeblich dazu bei, die Sicherheit ihrer Kinder zu gewährleisten.

    4. Betreuungspersonal: Maßnahmen zur Vorbeugung von Gefahren und Aufsichtspflicht

    Als Kinderbetreuer ist es entscheidend, Gefahren vorzubeugen und die Aufsichtspflicht gewissenhaft zu erfüllen. Dazu gehört zum einen die Schaffung einer sicheren Umgebung, in der Kinder sich frei bewegen können, ohne auf potenzielle Gefahren zu stoßen. Dies beinhaltet das regelmäßige Ansehen, also die Sichtprüfung von Spielzeugen, Spielgeräten und anderen Einrichtungen auf Sicherheit. Ausserdem sollten gemeinsam im Tam klare Regeln und Grenzen abgesprochen werden, um Unfälle zu vermeiden.

    Zum anderen ist es wichtig, die Kinder stets im Blick zu behalten und ihre Aktivitäten zu überwachen – also die Aufsicht konsequent zu gestalten. Dies bedeutet, aufmerksam zu sein, potenzielle Gefahren zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen, um Verletzungen oder Unfälle zu verhindern.

    Durch eine angemessene Aufsichtspflicht könnt ihr dazu beitragen, dass Kinder sich sicher und geschützt fühlen. Dabei gilt es klare Regeln aufzustellen, nicht willkürliche Verbote auszusprechen. Darüber hinaus sollten Kinderbetreuer über Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügen und in der Lage sein, im Falle eines Notfalls angemessen zu reagieren.

    Und dann gibt es noch jede menge Regeln und Unterstützung von außerhalb der Kita:

    5. Gesetzgeber: Regelungen und Gesetze zum Schutz von Kindern

    Der Gesetzgeber spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz von Kindern in der Kinderbetreuung. Er erlässt und überwacht Regelungen- Verordnungen und Gesetze, die sicherstellen, dass Kinder in Betreuungseinrichtungen geschützt sind. Dazu gehören z.B. Vorschriften zur Personalqualifikation und -Schulung, zu räumlichen Anforderungen, zur Hygiene und zur Lebensmittelhygiene, zur Erste-Hilfe-Ausrüstung und -Umsetzung und zu vielen anderen vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Es ist wichtig, dass Betreuungseinrichtungen die maßgeblichen geltenden Gesetze und Vorschriften kennen und sich ggf. beraten lässt.  

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    6. Weitere Beteiligte und Ansprechpartner wie Behörden, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind wichtige Ansprechpartner im Bereich der Kindersicherheit und Kinderbetreuung.

    Behörden wie das Jugendamt und die Gesundheitsämter überwachen Kinderbetreuungseinrichtungen in den jeweiligen Zuständigkeiten. Sie überprüfen die Einrichtungen auf Einhaltung von Sicherheitsstandards, können im Falle von Missständen eingreifen, verstehen sich aber auch als Partner in der Umsetzung von Regelungen.

    Die Polizei ist ein Ansprechpartner im Falle von akuten Sicherheitsgefährdungen oder kriminellen Vorfällen in der Nähe von Kinderbetreuungseinrichtungen.

    Die Feuerwehr ist für die Brandsicherheit zuständig und kann bei der Durchführung von Brandschutzübungen und der Überprüfung von Flucht- und Rettungswegen unterstützen. Der Rettungsdienst ist im Notfall für die medizinische Versorgung von Kindern und Betreuungspersonen zuständig und sollte im Vorfeld in die Sicherheitsplanung einbezogen werden.

    Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gut miteinander kommunizieren und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenarbeiten können, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.

    7. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz in der Kita

    Beraten zu den Themen Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder in der Einrichtung.

    Sie unterstützen Träger und Leitung bei der Umsetzung aller gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Dazu gehört die regelmäßige Begehung der Räumlichkeiten, Spielgeräte und Materialien mit dem Fokus auf potenzielle Gefahrenquellen. Außerdem schulen Sie ggf. Mitarbeiter in der Kita in Fragen der Sicherheit und unterstützen dabei, ein Bewusstsein für Risiken zu entwickeln. Nach einem Notfall oder einer Krise sind sie Ansprechpartner für Verbesserungsprozesse und Unfallbewertung. In enger Zusammenarbeit mit Träger und Leitung der Einrichtung und anderen relevanten Behörden tragen sie somit zur Sicherheit in der Kinderbetreuung bei.

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  • Eingewöhnung mit einem unruhigen Kind

    Eingewöhnung mit einem unruhigen Kind

    Ist das ADHS? Der Erstkontakt ist sehr anstrengend.

    Unruhige Kinder

    Vielleicht hast du das schon mal erlebt – bei deinen Tageskindern, deinen eigenen oder anderen Kindern – dass ein Kind extrem unruhig ist und sich irgendwie nicht dazu bringen lässt, zur Ruhe zu kommen oder sich einfach mal in Ruhe mit etwas zu beschäftigen. 

    🔍 Ein Beispiel aus dem Kita Alltag

    Nach einem netten Telefonat mit einer sympathischen Mutter hast du dich auf das Erstgespräch vorbereitet und bis gespannt, das neue Kind kennen zu lernen. Die Mutter macht, wie bereits am Telefon, einen sehr netten und freundlichen Eindruck. 

    Das Kind – nennen wir ihn Tobias – hat kaum ‚Hallo‘ gesagt, sondern sich von der Mama los gemacht, um gleich neugierig das Spielzimmer zu erkunden. Doch anstatt erstmal die neue Situation wahrzunehmen, den Schutz der Mutter suchend, um sich dann allmählich interessanten Gegenständen zuzuwenden und diese dann mit der  Zustimmung der Mutter immer entspannter zu erforschen, zeigt sich ein anderes Verhalten. 

    Tobias scheint die Mutter gar nicht zu brauchen – und du denkst gleich, dass das ein gutes Signal ist und die Eingewöhnung wahrscheinlich schnell gehen wird. Aber als ihr hinterher kommt, bist du etwas geschockt. 

    Tobias, er ist fast 2 Jahre alt, hat bereits viele Sachen herausgezogen, die Kiste mit Bauklötzen ausgekippt und ist gerade dabei, die Legosteine heraus zu ziehen, woran du ihn gerade noch hindern kannst, zumal die Kiste auf ihn fallen könnte. Der Mutter ist das offensichtlich etwas peinlich. 

    „Ja, so ist er, mein Toni – ein sehr lebhaftes Kind. Er braucht viel Bewegung und es wird Zeit, dass er in die Betreuung kommt.“ Sie seufzt. 

    Sie versucht Tobias zu sich zu nehmen, aber er windet sich heraus und steuert nun auf den Kaufladen zu. Er hat nun sichtlich Freude daran, einkaufen zu spielen und so kommen die Erwachsenen nun in das Gespräch. Tobias Mutter erwähnt gleich, dass am Anfang alles sehr gut verlief, aber seit sie von Tobias‘ Vater getrennt und alleinerziehend sei, sei es alles sehr viel für sie. Leider habe sie bis jetzt keinen Betreuungsplatz finden können. 

    Sie sei nun unbedingt darauf angewiesen. Während sie über weitere Fragen zur Betreuung sprechen, wird Tobias plötzlich laut. Ihm sind offensichtlich mehrere gefüllte Körbchen herunter gefallen und er ist sogar richtig wütend. 

    „So geht das den ganzen Tag!“, kommentiert das die Mutter. Sie versucht, Tobias auf den Arm zu nehmen und zu beruhigen, aber er wehrt das vehement ab. Nachdem er sich wieder etwas beruhigt hat, gibt sie ihm einen Kuss, dann springt er auf und läuft nun zur Bauecke. Die Mutter räumt inzwischen das Kaufladen Zubehör auf. 

    Die Autos gefallen Tobias sehr, aber auch hier bleibt er nicht lange bei einer Sache, sondern holt ein Auto nach dem anderen heraus. Immerhin kann das Gespräch nun fort geführt werden. Zwischendurch kommt Tobias kurz zu seiner Mama, um ihr ein schönes Feuerwehrauto zu präsentieren. 

    Gerne nimmt er auch Kontakt zu dir, seiner neuen Bezugsperson auf, aber das Auto will er nicht mehr hergeben. Am Ende muss alles wieder aufgeräumt werden. Aber Tobias weint nun, weil er das schöne Auto behalten will. 

    Die Mutter hilft beim Aufräumen, versucht ihn zu trösten und erklärt, dass er das Auto hergeben müsse, da es ihm nicht gehöre. Aber Tobias weint dadurch noch mehr und es dauert eine Weile, bis er sich gefasst hat. Am Ende gibt die Mama ihm ihre Tasche und er holt ihr Handy raus. Schlagartig ist die Traurigkeit verflogen und sie verabschieden sich. 

    Danach bist du wie erschlagen, setzt dich erstmal und spürst jetzt, wie anstrengend das Treffen war. Nicht nur die Mutter, auch Tobias ist sympathisch, aber irgendwie ist in nur einer Stunde ein Durcheinander entstanden. Tobias ist so zappelig. Die Mutter sagte, dass er schon immer so sei. 

    Hat er vielleicht ADHS? Dieser Gedanke schießt dir in den Kopf und du weißt, du musst das ernst nehmen. 

    Wie kann die Eingewöhnung mit einem unruhigen Kind gelingen? – Bindung, Geduld und Unterstützung

    Die Unruhe eines kleinen Kindes kann vielfältige Ursachen haben. Ganz unabhängig davon – wenn es ein permanent unruhiges Kind ist, braucht es sichere Bindungserfahrungen, sehr viel Geduld und permanente Unterstützung im Alltag (time in statt time out). 

    Ob und wie das Zuhause oder in einer Einrichtung bewältigt werden kann, muss am besten von Anfang an gut bedacht werden. Eine Bindungsperson alleine ist oft schnell am Ende mit ihren Kräften. 

    Die wichtigste Frage ist: Welche Ressourcen haben die Bezugspersonen zuhause und in der Betreuungs Einrichtung? 

    Man muss sich darauf einstellen, dass das Kind wahrscheinlich seine Unruhe beibehält, auch wenn sich sein Verhalten verbessert. 

    Was du beachten solltest:

    • feste verfügbare Bezugsperson
    • Betreuungs-Kapazitäten
    • Struktur
    • mehrere Elterngespräche
    • viele Bewegungsangebote
    • soziales Klima in der Gruppe
    • eigene Ressourcen


    Ob die Unruhe des Kindes eher aus der akuten Situation herrührt, ein Persönlichkeitsmerkmal oder eine Verhaltensauffälligkeit darstellt, wirst du erst nach einer Phase der Eingewöhnung und des Ankommens von 4 bis 12 Wochen besser abschätzen können. 

    Und was ist mit dem ADHS?

    ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hypreaktivitäts-Störung.

    Du musst und darfst keine psychische Diagnose stellen, dennoch ist es gut zu wissen, was ein Kind für typische Probleme haben kann. Wichtig ist schonmal, dass es keine Störung, sondern ein Syndrom ist, das heißt kein Krankheitsbild im engeren Sinne, sondern das Auftreten mehrerer typischer Symptome. 

    Es gibt bei ADHS im Grunde drei Kernkriterien. Sollten diese gemeinsam dauerhaft auftreten, sollte man weitere Abklärungen vornehmen lassen. Es gilt, dass das Kind schon vor dem 6. Lebensjahr die Symptomatik gezeigt haben muss. Außerdem ist ADHS sehr typisch für Jungs. Es sind deutlich weniger Mädchen davon betroffen. 

    Kriterien für ADHS

    • Aufmerksamkeit Defizit: Das Kind kann sich kaum auf eine Sache konzentrieren und/oder dauerhaft mit etwas beschäftigen
    • Impulsivität: Das Kind zeigt plötzliche, auch wechselnde Impulse, die kaum aufgeschoben werden können
    • Hyperaktivität: Das Kind zeigt einen ständigen ausgeprägten Bewegungsdrang und kann nur für kurze Zeit still sitzen


    Achtung: Es gibt auch das ADS –
    hier gelten die gleichen Symptome wie beim ADHS, nur ohne die Hyperaktivität. Diese Form ist nicht so auffällig, deshalb sollte auch daran gedacht werden. 

    Was ist bei Verdacht auf ADHS zu tun?

    Schon beim Erstkontakt und in der ersten Kennenlernphase wird dir das Kind auffallen. Vor allem der ständige Bewegungsdrang ist deutlich spürbar. 

    Allerdings, da Kinder sich grundsätzlich gerne und viel bewegen, ist es hier schwieriger, es abzugrenzen. Es ist also nötig, erstmal gut zu beobachten und zu sehen, wie durchgängig und stark sich die Symptome zeigen. Es gibt auch noch weitere Aspekte, die zum Erscheinungsbild zählen. Du tust also gut daran, Notizen zu machen und dich mithilfe der passenden Entwicklungsbögen zu psychischen Auffälligkeiten abzusichern. 

    Diese Unterlagen geben dir die Grundlage, ein Elterngespräch zu führen. Die Eltern sollen dann die ärztliche Abklärung veranlassen und du solltest Ihnen eine Fachberatungsstelle zu Ihrer Unterstützung empfehlen. Natürlich kann es sein, dass das Kind lediglich eine aktive Phase hat oder einfach bewegungsfreudig ist. Auch der Stress des Kindes kann sich so äußern. 

    Am Ende ist es immer besser, einen Verdacht zu überprüfen, um dann fest zu stellen, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt, als die Förderung eines Kindes mit Entwicklungsdefiziten zu versäumen. 

    Was zu tun ist bei Verdacht auf ADHS?

    • Dokumentation
    • Entwicklungsbögen einsetzen
    • ärztliche Abklärung, physiologisch
    • ärztliche Abklärung psychologisch
    • Elternedukation (Aufklärung)
    • Beratung/Therapie Eltern/Kind
    • Fobi, Coaching Kita

    Die Perspektive für die Zukunft – Wie geht es nach der Eingewöhnung weiter? 

    Wenn die Eingewöhnung gelungen ist, fordert ein unruhiges oder ADHS Kind permanent mehr Unterstützung als andere. Das solltest du bzw. dein Team im Blick behalten.

    Die Mühe, die sich die Erwachsenen geben, die Bedürfnisse jedes Kindes gut zu sehen und angemessen darauf zu reagieren, zahlt sich also am Ende aus. Gerade ein unruhiges Kind wird davon profitieren, eine feste Bezugsperson zu haben, die ihm Halt gibt – auch oder gerade weil das Kind oft so wirkt, als brauche es keine Bezugsperson. 

    Der Regulation von starken Gefühlszuständen kommt ein Schlüsselfunktion zu – da sollte besonders drauf geachtet werden. Weil das psychisch sehr anstrengend ist, darfst du immer wieder gut für dich selber sorgen. Wenn die psychischen Ressourcen erschöpft sind, kann das Kind nicht mehr achtsam begleitet werden und der Stress nimmt zu.

    Kleinere und größere Pausen zur inneren Regeneration sind sehr hilfreich. Die Erfahrung zeigt allerdings auch, dass in einem guten Klima in einer Einrichtung das soziale Umfeld eine sehr positive Wirkung ausüben kann und sich viele anfängliche Probleme meistens mit der Zeit verbessern oder sogar ganz verschwinden.

    Du darfst darauf vertrauen, dass ein gutes soziales Miteinander der anderen Kinder ebenfalls regulierend auf das neue Kind wirkt. Die Kinder lernen ja auch untereinander sehr viel voneinander – solange sie nicht zu sehr gestresst sind. Unruhige und impulsive Kinder ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich, was ok ist, solange die anderen Kinder der Gruppe nicht darunter leiden müssen.

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